BOB GELDOF
Noch viel mehr als ein Musiker

Freitag, 30. Juni 2017, Bühne Fischmarktplatz, 22.15 h bis 23.30 h

1984 erfährt der heute 66-jährige Ire Bob Geldof von einer Hungerkatastrophe in Äthiopien, die das Leben von Millionen Menschen bedroht, und beschliesst, etwas dagegen zu tun. Er schreibt das Lied „Do They Know It's Christmas“, nimmt es mit 40 bekannten Musikern auf, unter ihnen Bono, Paul McCartney und Sting, und ruft das Projekt „Band Aid“ ins Leben. Der Erfolg ist immens und davon animiert folgen am 13. Juli 1985 in Philadelphia und London die „Live Aid“-Konzerte. „Gebt uns euer Scheissgeld!“, fordert Geldof 1.5 Milliarden Zuschauer vor den Bildschirmen auf. 150 Millionen US-Dollar kommen zusammen. „Der Spiegel“: „Die Musikfans vor den Schirmen begriffen, dass in Zeiten einer Tragödie wie der Hungersnot in Afrika Pop nicht bloss Spass, Sünde, Irrsinn bedeuten konnte, sondern auch Verantwortung, Mitleid, Hilfsbereitschaft. Natürlich gab es auch vorher schon Benefiz-Aktionen engagierter Musiker, aber der Typus des Weltrettungskünstlers und unter Politikern missionierenden Popstars wurde erst mit Geldof und seinen Live-Aid-Mitstreitern geboren.“ Der Erfolg macht Geldof, der 1975 auch Gründer der Boomtown Rats („I Don‘t Like Mondays“) war, zu einer international geachteten Persönlichkeit. Die Queen kürt ihn zum Ritter, jahrelang gehört er zum engeren Kreis der Kandidaten für den Friedensnobelpreis. Und heute? Geldof ist weiterhin Musiker und weiterhin auch sozialpolitisch engagiert. Bob Geldof hat immer gesagt, dass ihn als Kind der Sechziger generell nur zwei Dinge interessieren: Musik und Politik.

 

BIG DADDY WILSON
Einer der grossen Blues-Zauberer

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Curtiplatz, 20.15 h bis 21.30 h

Big Daddy Wilson wurde vor 50 Jahren in North Carolina geboren. „Wir waren bitterarm, aber ich hatte eine glückliche Kindheit. Sonntags ging es in die Kirche, in der Woche zur Schule. Gearbeitet hab ich auf der Tabakplantage. Ich war ein echter Junge vom Land.“ 

Im Alter von 16 Jahren schmiss Wilson die Schule und ging wenig später zur Armee. Er kam nach Deutschland, heiratete, blieb und ging erstmals in seinem Leben in ein Konzert. „Ich wusste bis dahin nicht, was Blues ist, aber fand damit etwas, was mir mein Leben lang gefehlt hatte.“ Er ging auf die Bühne, tourte durch die Metropolen und veröffentlichte Alben. 

Die Kumpel des Sängers, Gitarristen und Perkussionisten auf Tour sind Cesare Nolli (guitars) und Paolo Legramandi (bass). Das Trio schafft eine grandiose Live-Atmosphäre – und wenn es zutrifft, dass Musik die einzig wahre Magie ist, dann ist Wilson fraglos einer der ganz grossen Blues-Zauberer.

CC SMUGGLERS
Gute Laune und Lebensfreude

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Curtiplatz, 18.45 h bis 19.45 h 

CC Smugglers sind sechs junge Briten, Richie Prynne (lead vocals, rhythm guitars, harmonica, banjo), Ryan Thomas (vocals, lead guitars, dobro, banjo), Sam Barret (vocals, rhythm guitars, fiddle), Dan Edwards (vocals, double bass), Joel Barford (vocals, drums, percussion, ukulele) and Joplin Parnell (vocals, piano, accordion). Eigentlich Lehrer und Sozialarbeiter, hat sie die Musik 2009 dazu getrieben, sich in einen alten Van zu setzen, durch England zu fahren und zu musizieren. 

Die Jungs kombinieren Jazz, Blues, Folk, und Country zu ihrem ganz eigenen Sound – den sie selbst New Roots Music nennen. CC Smugglers ihr Publikum aufs Beste zu unterhalten. Ihre Musik verbreitet gute Laune und Lebensfreude – in ganz Europa.

CILIA HUNCH
Future-Soul aus Zürich

Freitag, 30. Juni 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 19.15 h bis 20.15 h 

Cilia Hunch, hinter diesem Namen verbirgt sich die Zürcher Sängerin Fernanda Ramos. Sie beschreibt ihre Musik in drei Worten: „vocals, rhythm and soul.“ Inspiriert ist das Ganze von Musikern wie D’Angelo und Erykah Badu. Interpretieren tut dieser Future-Soul eine siebenköpfige Band.

Das Schweizer Septett macht was es will, lässt sich in keine Schublade stecken. Bei Auftritten beim Blue Balls Festival in Luzern, bei Zermatt Unplugged und beim Festival da Jazz in St. Moritz hat es das Publikum überzeugt. Ein erstes Album soll im Herbst erscheinen.

Cilia Hunch (v. l.): Mariel Zambellis (backing vocals), Claude Stucki (guitars), Marvin Trummer (keys), Fernanda Ramos (lead vocals, comps), Mo Meyer (bass), Paul Amereller (drums), Carla Fellinger (backing vocals)

MARC AMACHER & BAND FEAT. SLÄDU
Plötzlich im Rampenlicht

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Fischmarktplatz, 20.30 h bis 21.45 h

Wenn nicht Vieles anders als erwartet gekommen wäre, dann stünde hier bloss, das groovige Duo aus Thun sei eine der jüngsten Entdeckungen der Schweizer Blues-Szene.
Marc Amacher (rechts) spiele Gitarre und singe mit einer unglaublichen Leidenschaft. Seine rohe Stimme sei einzigartig und mit ihrer Intensität für den Blues bestimmt. Dominik Liechti sorge für den Rhythmus und begeistere als Perkussionist.
Aber eben, erstens kommt es zuweilen anders und zweitens, wie man so zu sagen pflegt: anders als man denkt… Eigentlich mag Marc Amacher keine Casting-Shows. Doch nachdem ihn Dominik für die sechste Staffel von „The Voice of Germany“ angemeldet hatte, ging der 32-jährige Strassenbauer hin. Es gab ja nichts zu verlieren… Und dann? Marc begeisterte bei der „Blind Audition“, die Juroren standen auf ihren Stühlen, Marc gab Zugaben und das Publikum im Saal tobte. Ein Star war geboren und  ging ins Team von Michi und Smudo von den Fantastischen Vier. Die „Battle“ gegen Teamkollege Michi gewann er dann auch und bei den „Sing Offs“ coachte ihn Robbie Williams auf einen der drei „Hot Seats“ und damit ins Halbfinale… Bei „The Voice“: Fortsetzung folgt. Und betreffend Marc Amacher & Band  beim blues’n’jazz: Marc habt fürs Konzert in Rapperswil Verstärkung angefordert. Unter anderen mit dabei: Zlatko „Slädu“ Perica, einer der allerbesten und bekanntesten Schweizer Gitarristen.  

DANY FRANCHI BAND
Grosses Talent aus Italien

Samstag, 1. Juli 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 22.30 h bis 23.30 h 

Der 1990 geborene Dany Franchi ist einer der talentiertesten, jungen Gitarristen Italiens. 2008 schloss er ein Musikstudium am CPM Music Institute in Mailand ab. 2011 gewann er den Blues for Youth Award, die jährlich zu vergebende Auszeichnung für das erfolgsversprechende Bluestalent Italiens. “Free Feeling”, sein erstes Album, erschien 2012 und erntete eine Menge Lorbeeren. 2014 ging Franchi in die Vereinigten Staaten und spielte dort im Osten viele Konzerte. Zudem nahm er mit Sean Carney „I Believe“ auf, sein zweites Album. Danys Musik ist von Meistern wie BB King, Ronnie Earl, Anson Funderburgh, Jimi Hendrix, Albert King oder auch Jimmy Rogers beeinflusst. In Europa ist er mit Satrs wie Popa Chubby, Kirk Fletcher, Sonny Rhodes, Otis Grand, Michael Burks, John Del Toro Richardson und selbstverständlich auch Sean Carney aufgetreten. Mit Dany in Dany Franchis Band spielen Michael Tabarroni (bass) und Brandon Pettiford (drums).

2016 schaffte es die Band bis ins Halbfinale der Blues Challenge in Memphis, Tennessee. Das brachte ihr eine Einladung ans Dallas International Guitar Festival, einer der bedeutendsten Gitarren-Show der Welt. Dort spielte die Dany Franchi Band dann mit Robben Ford, Eric Gales, Sonny Landreth, Johnny Hiland, Samantha Fish und anderen Stars.

EMILY BEAR
"Ich mach einfach nur gern Musik"

Freitag 30. Juni 2017, Bühne Curtiplatz, 20.15 h bis 21.30 h

„Als ich Zwei war“, sagt Emilie, „hab ich begonnen auf dem Klavier rumzufummeln. Mit Drei hab ich mit dem Komponieren angefangen und mit Fünf hatte ich meine ersten Klassik-Klavierstunden. Aber wenn ich Klassik spiele, fühlt sich das so an, als würde man einem Wildpferd einen Sattel auflegen. Deshalb habe ich mit Sechs mit Jazz begonnen.“

Heute, 15-jährig, kann Emilie Bear aus Rockford, Illinois, bereits ein beeindruckendes Palmarès vorweisen. Mit Sechs spielte sie für Barak Obama im Weissen Haus, sie war Gast in der Ellen-DeGeneres-Show, spielte in der Carnegie Hall, der Hollywood Ball, bei Art on Ice, beim Montreux Jazz Festival und beim Stuttgart Jazzopen. Sie gab klassische Konzerte, hat unzählige Preise gewonnen, Filmmusik und auch Musik für Werbespots komponiert, spielte auf Wohltätigkeitsveranstaltungen und hat CDs produziert. 

Ihr Förderer und Mentor ist kein geringerer als Quincy Jones und sie hat mit David Sanborn und ZAZ gespielt. Im Oktober 2015 führte Emilie Bear in ihrer Heimatstadt Rockford ihr neuestes Orchesterwerk „The Bravest Journey“ auf. Am 27. Januar 2017 veröffentlichte Bear ihre neue Jazz EP „Into the Blue“, mit Studio-Aufnahmen ihres Jazz-Trios mit Peter Slavov und Mark McLean. 

Wie ist es denn so jung bereits so berühmt zu sein? Emilie Bear: „Ach, ich selber finde nicht, dass ich berühmt bin. Ich bin doch einfach nur wer, der gern Musik macht. Und meine Reise hat ja erst gerade angefangen. Ich hab noch viel zu lernen.“

Na ja, ein Wunderkind wird die junge Frau bald nicht mehr sein. Ein Wunder wird sie aber bleiben.

FLO BAUER
Teenager aus dem Elsass

Samstag, 1. Juli 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 19.15 h bis 20.15 h

Flo Bauer ist ein 18-jähriger Newcomer aus dem Elsass, zählt in seiner Region seit einiger Zeit bereits zu den grossen Blues-Rock-Talenten und sorgt mehr und mehr auch in der Schweiz für Aufsehen. Das Gitarrenspiel erlernte er bei Pierre Specker, einem im Elsass sehr bekannten Musiker. 2016 gewann Flo Bauer beim Festival Blues sur Seine in Mantes den Nachwuchspreis. 2014 hatte er bei „The Voice“ in Frankreich teilgenommen und es da bis ins Viertelfinale geschafft. Flo kommt solo ans blues’n’jazz, tritt aber auch als Flo Bauer Blues Project mit Pierrot Bauer und Benoit Seyller auf. Im Januar 2016 erschien Flo Bauers EP „Virtual Generation“ und im Februar 2017 kam sein erstes Blues-Album mit vielen Gastmusikern auf den Markt.

 

FRANK POWERS
Prägnante Stimme

Freitag, 30. Juni 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 21.00 h bis 22.00 h 

Angefangen hat Dino Brandao, der Sänger und Frontmann von Frank Powers, als Strassenmusikant in der Bahnhofsunterführung von Baden, Aargau. Heute singt und spielt er mit Frank Powers unendlich gefühlsvolle Folk-Pop-Songs und überzeugt die Band mit Texten aus dem Leben und einzigartigen Klängen, die sich am ehesten dem Chamber Pop zuordnen lassen. Und Dinos Stimme gehört definitiv zu den prägnantesten in der Schweiz.
2015 traten Frank Powers, als Sieger des Waldbühne-Wettbewerbs, beim Gurtenfestival in Bern auf.
Im Februar 2016 veröffentlichten sie das Studioalbum „Laisser faire“.

Frank Powers sind in der Originalbesetzung: Dino Brandao (vocals, ukulele, guitars), Pascal Ammann (guitars), Lukas Kuprecht (cajon, percusion), Dominik Meyer (violin) und Marius Meier (bass). Beim blues’n’jazz wird ein Duo aus dem Quintett musizieren.

 

 

HENRIK FREISCHLADER
Mit Liebe zum kleinsten Detail

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Curtiplatz, 22.00 h bis 23.15 h

Wer ein wenig Zeit mit Henrik Freischlader verbringt, merkt schnell, der ist ein besonderer Mensch. Ein junger Mann der alten Schule. Ein Visionär im traditionellen Gewand. Jemand, der in sich ruht und konsequent für eine entspannte Lebensphilosophie eintritt. Freischlader ist ein Liebhaber des kleinsten Details und versteht es, mit beneidenswerter Konsequenz, das zu tun, was Herz und Bauch für richtig halten. Alte Schule, aber mit einer Energie, die alte Blues-Klischees entstaubt und jede Tradition im Hier und Jetzt ankommen lässt. In den letzten zehn Jahren hat Henrik Freischlader sechs Studio- und vier Livealben veröffentlicht. Er hat mit Cable Car Records sein eigenes Label gegründet und als Produzent anderen Künstlern zu Karrieren verholfen. Er zählt zu Europas profiliertesten Bluesmusikern und ist ein Gitarrist von Weltrang. Nicht ohne Grund spielte er mit BB King, Gary Moore, Peter Green, Joe Bonamassa und der Tedeschi Trucks Band. Freischlader hat sich sein Publikum selbst erspielt und alles aus eigener Kraft gestemmt. Eine gesund gewachsene Karriere auf eigenen Beinen und ohne künstlichen Hype. Nach einer kreativen Schaffenspause, um Luft zu holen und neue Ideen zu sammeln, ist Henrik Freischlader nun zurück. Das eben erschienene Album heisst „Openness“. Blues-Rock reiht sich an Shuffle-Grooves im Vintage Sound. Die Band: Henrik Freischlader (vocals, guitars), Armin Alic (bass), Moritz Meinschäfer (drums), Dániel Szebényi (organ, keys), Joanne Kasner ( backing vocals, percussion).

HONEY ISLAND SWAMP BAND
"Auf jeden Fall laut aufdrehen..."

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Fischmarktplatz, 19.00 h bis 20.00 h

„Es gibt Songs für jede Stimmung“, sagt Aaron Wilkinson von der Honey Island Swamp Band zu „Demolition Day“, „also dürfte das Album hoffentlich vielen Geschmäckern gefallen. Ihr müsst nur auf jeden Fall laut aufdrehen…“

2016 bei Ruf Records veröffentlicht, ist „Demolition Day“ das vierte Studioalbum der Band. 

Bei den Songthemen geht es querbeet. „Head High Water Blues“ zum Beispiel ist ein Rückblick auf Hurrikan Katrina (2005), dieses schreckliche Naturereignis, das dazu geführt hat, dass es die Honey Island Swamp Band gibt.   

Die vier in New Orleans ansässigen Musiker Aaron Wilkinson (guitars, mandolin, vocals), Chris Mulé (guitars, vocals), Sam Price (bass, vocals) und Garland Paul (drums, vocals) kannten sich eher flüchtig, bevor jeder individuell für sich entschied, die Stadt wegen „Katrina“ in Richtung San Francisco zu verlassen. Dort fanden sie dann durch einige Zufälle zusammen, gründeten die Honey Island Swamp Band und zogen nach einiger Zeit wieder zurück in ihre Heimat – und verstärkten sich da dann noch mit dem Hammond-Virtuosen Trevor Brooks.

Was die Stücke der Honey Island Swamp Band so gut macht ist, dass man fast während der kompletten Spielzeit das Gefühl hat, sich schwitzend mit einem kalten Bier in der Hand irgendwo tief im Süden der USA zu befinden. Man kann dieses Feeling fast greifen. Blues, Jazz, Rock, Southern-Akzente und Folk-Einflüsse sind allgegenwärtig. 

 

JAN DELAY
"Ich werde nicht aufgeben, bis alle tanzen!"

Donnerstag, 29. Juni 2017, Bühne Fischmarktplatz, 21.00 h bis 22.30 h

Jan und seine Funkkapelle werden den Fischmarktplatz in eine riesige Disco verwandeln. Der Hamburger: „Ich werde nicht aufgeben, bis alle tanzen!“
Jan Delay ist in der Tat ein Entertainer sondergleichen.
1976 in Hamburg geboren, wühlte sich Jan-Philipp Eissfeldt schon als Bub durch die Plattensammlung seiner Eltern: Bob Marley, Nina Hagen und Udo Lindenberg. Die Platten haben ihn merklich beeinflusst, ob als Funkmaster Jan Delay, ob als Mitglied der Hip-Hop-Formation Beginner oder als Künstler ganz allgemein. Jan ist ein Multitalent, Komponist, Produzent, Synchronsprecher – und auch Sozialkritiker. Jan Delay entstammt keiner Szene. Er ist niemandem Rechenschaft schuldig und keiner Schule verhaftet, ausser jener des Feierns, Stylens, Machens. Das gibt ihm die Freiheit, sich komplett unvoreingenommen all jener Versatzstücke zu bedienen, die ihn über die Jahre begeistert und beeinflusst haben – und daraus etwas komplett Neues und Eigenes zu schaffen.
„Hammer & Michel“, Delays letztes Studioalbum, erschien 2014. Nach Reggae und Funk war der Rock dran. Das ist die einfache Lesart, aber die war Delays Sache nie. ”Searching For The Jan Soul Rebels” (2001), Mercedes-Dance (2006) und “Wir Kinder Vom Bahnhof Soul” (2009) führten Jan Delay zu Ehren, zu "Wetten, dass…?", zum Eurovision Song Contest, zu Preisen und Ritterschlägen, die das Entertainmentwesen so bereithält.
Er, der einst nicht wollte, dass man seine Lieder singt, wurde, beinahe unbemerkt, ohne dass man sich je darüber Gedanken gemacht hätte, zu einer der wichtigsten Pop-Stimmen seiner Generation.

JOHNNY FONTANE & THE RIVALS FEAT. JUSTINA LEE BROWN
Mafia-Blues ohne Kompromisse

Freitag, 30. Juni 2017, Bühne Curtiplatz, 18.45 h bis 19.45 h

Die Gruppe um Tom Marcozzi spielt nach eigenem Bekunden „feinsten Mafia-Blues-Rock – ohne Kompromisse“. Der Begriff Mafia-Blues stammt aus dem Film „Analyze This“ und bezieht sich dort nicht auf die Musik, sondern die Seelenlage des Hauptprotagonisten. Er sagt also nicht viel über die Musik der Band aus, macht aber neugierig…
Tatsächlich spielt die Band mit eigenen Songs eine coole Blues-Rock-Mischung. Tom Marcozzi überzeugt als Sänger ebenso wie als Gitarrist, die Band harmoniert vorzüglich, die Rhythmusgruppe sorgt für den nötigen Groove. Seinen aktuellen Namen hat das Ensemble seit 2014, begonnen hatte die Band 2011 als Blues Express. 2015 gewannen Johnny Fontane & The Rivals die Swiss Blues Challenge.

Den letzten Kick, die nötige Prise Gospel, gibt den Mafiosi von Johnny Fontane die grandiose Stimme von Justina Lee Brown. Die Sängerin aus Nigeria ist eine äusserst attraktive und charmante Live-Performerin. 

 

JOE GABRIEL C
Wohlklang für die Seele

Sonntag, 2. Juli 2017, Bühne Curtiplatz, 10.30 h bis 12.00 h

Joe Gabriel C ist ein Soul-, Afro-Funk- und Gospel-Sänger. Er wurde 1981 in einer Minenstadt in Nigeria geboren. In der Kirche, wo er sein erstes musikalisches Rüstzeug erhielt, wurde er bald Leadsänger in einem Kinderchor und Bandleader im Percussion-Ensemble.

Später zog Joe nach Lagos, wo seine Leidenschaft zur Musik wuchs. 2004 kam er in die Schweiz, wo er seine musikalische Reise neu lancierte, mit anderen Musikstilen und Musikern in einer neuen Kultur. Im In- und Ausland tritt Joe als Solokünstler, mit Band oder mit Gospelchören auf. Er hat mit namhaften Künstlern wie Onita Boone, Sonnie Badu, Emmanuel Waldron oder auch Solomon Lange Konzerte bestritten. 2012 erschien die EP “Here I Come”. Die Single “Mma Mma Diri Gi” aus seinem Debüt-Album “Versatile Praiz” (2014), ist ein Wohlklang für die Seele.

In einem Interview mit livenet.ch erklärte Joe: „Gott hat mich von der Strasse geholt und mich auf die Bühne gebracht. Er gab mir einen Sinn für mein Leben und half mir mein Potential zu erkennen.“ 

 

KYLA BROX
First Lady of the British Blues

Samstag, 1. Juli 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 21.00 h bis 22.00 h

Die Sängerin aus Manchester war siebenmal für den britischen Blues Award und dreimal für den European Blues Award nominiert.

Mit ihrer Stimme und Persönlichkeit strahlt Kyla Brox pure Reinheit und Ehrlichkeit aus. Sie kann überraschend viele Erfahrungen vorweisen, die sie geprägt und zu der gemacht haben, die sie jetzt ist. 1992 stand Kayla im Alter von 12 Jahren erstmals mit ihrem Vater auf der Bühne. Bald darauf wurde sie festes Mitglied von Victor‘s Blues Train, der Tourband ihres Vaters. Nur 20 Jahre jung, sang Kyla in Australien in einem Bergarbeiterlager und schaffte es, selbst die härtesten Männer in ihren Bann zu ziehen. Zurück in Manchester gründete Kyla mit Danny Blomeley, dem Bassisten von Victor‘s Blues Train, der später auch Kyra’s Gatte wurde, ein Duo, welches in England grosse Popularität erlangte. 2002 wurde Kyla daheim erstmals als die First Lady of British Blues gefeiert. 

Song für Song verfällt man dem Klang von Kylas Stimme, und spürt, wie Freude und Schmerz sich in ihren Worten die Hand reichen. Ihre Songs sind voller Blues und Soul, zeigen tiefe Gefühle und sind auch akustisch fesselnd. 

LARRY GARNER & MICHAEL VAN MERWYK
Der Riese und der Poet

Freitag, 30. Juni 2017, Cecchetto Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 22.30 h bis 23.30 h

Michael van Merwyk (rechts) und Larry Garner: Die beiden Bluesmänner kennen und schätzen sich musikalisch seit mehr als 15 Jahren, haben gemeinsam unzählige Konzerte gegeben und gemeinsam auch Songs geschrieben.
Larry Garner (vocals, guitars), 65-jährig, stammt aus Baton Rouge, im US-Bundesstaat Louisiana gelegen. Spätestens seit seinem bahnbrechenden
Album „You Need To Live A Little“ (1995) wird Garner von vielen Experten als bester zeitgenössischer Songwriter des Blues gefeiert.
Klischees à la „ whisky and women" findet man in seinen Songs nicht. Garner hat etwas mitzuteilen, intelligent und anspruchsvoll. Dies hat ihm den Ruf eines modernen Bluespoeten eingebracht.
Sein musikalisches Markenzeichen ist der für Louisiana typisch coole Groove. Stil und Eleganz seines Gitarrenspiels sind ihm wichtiger als Saitenakrobatik.
Michael van Merwyk (vocals, guitars, weissenborn & diddley bow) aus dem westfälischen Städchen Rheda-Wiedenbrück spielte in den letzten 25 Jahren mit vielen internationalen Bluesgrössen. 2011 gewann er den Deutschen Bluespreis bei der German Blues Challenge, 2013 schaffte er es auf Rang 2 bei der International Blues Challenge in Memphis. Die Stimme des Zweimeter-Mannes brummelt wie eine Mischung aus Dr. John und Johnny Cash, sein Gitarrenspiel ist funky wie dasjenige von Johnny Guitar Watson und rauh wie etwa der Sound von Albert King.

 

POPA CHUBBY
„Ich hab auf dem kalten Boden gesessen“

Freitag, 30. Juni 2017, Bühne Fischmarktplatz, 20.30 h bis 21.45 h

Popa Chubby, 120 Kilogramm schwer, üppig tätowiert und kahlköpfig, ist keiner für Blues-Puristen. Popa mag es laut, wild und nutzt jede Gelegenheit zu messerscharfen Soli. „Bluesrock-Göttlichkeit“ nennen seine Fans den Gitarristen aus New York. Trotzdem: Chubby ist nicht einfach nur ein „Mähdrescher“. Der Mann hat eine Menge Gefühl. Seine Musik spannt stilistisch einen ganz grossen Bogen von Led Zeppelin, Otis Redding und Marvin Gaye, zu Molly Hatchet, Lynyrd-Skynyrd und den Allman Brothers. Schnörkelloser, punkiger Rock'n'Roll wechselt zu seidenem Midtempo-Blues, griffige Riff-Rocker beerben feinen Funk. Ihren Anfang nahm diese wunderbare Geschichte, als ein Süsswarenladenbesitzer aus der Bronx seinen sechs Jahre alten Sprössling zu einem Chuck Berry-Konzert mitnahm. Dieses Live-Erlebnis war für den Jungen die Initialzündung, um fortan selbst in die Saiten zu greifen. 28 Jahre später veröffentlichte Popa sein erstes Album ("Gas Money"). Er ist einer der es geschafft hat. Popa: „Ich hatte ein runtergekommenes Studio in der Bronx und bin stundenlang mit der U-Bahn gefahren, habe in den Bahnhöfen auf dem kalten Boden gesessen, mir die Seele aus dem Leib gespielt und dabei die Hand aufgehalten. Das hat mich stark gemacht.“

RITSCHI
Geschichten über Zweierkisten

Donnerstag, 29. Juni 2017, Bühne Fischmarktplatz, 19.30 h bis 20.30 h

Wer in den vergangenen 14 Jahren auch nur ab und zu Radio hörte, kam an Ritschis Stimme nicht vorbei. Mit der Band Plüsch und solo verkaufte der Berner über 350 000 Alben.Nach zwei Jahren Pause kommt nun Ende Februar Ritschis drittes Soloalbum. Es ist gespickt mit süffigen Songs aus dem Alltag eines Enddreissigers, Ritschi singtGeschichten über Zweierkisten, vermeintlich wilde Nächte, über das Loslassen, das Abhauen, das Wiederfinden - alle mit einer Prise Hoffnung und einem kleinenAugenzwinkern. Ritschis letztes Soloalbum „Öpfelboum und Palme“ (2014) stieg auf Platz 1 der Schweizer Hitparade ein –die Zeichen stehen gut, dass das neue Werk ebenso erfolgreich loslegt.Es sind da neue Töne zu hören, Ritschi unterlegt seinen unverkennbaren Mundartpop mit groovigen, elektronischen Beats und Synthies. Spannend.

SOULVIRUS
Feuerwerk für Freudentänze

Freitag, 30. Juni, Bühne Fischmarktplatz, 19.00 h bis 20.00 h

SoulVirus wurden 2003 gegründet und zählen zu den besten Soul-Funk-Bands der Schweiz. Eine präzis groovende Rhythm Section, ein knackiger Bläsersatz und eine wunderbare soulig-kraftvolle Stimme – das sind Soulvirus! Die Band präsentiert eine musikalische Reise durch die unvergesslichen Funk- und Soul-Highlights der 70er und 80er Jahre. Es ist eine Hommage an Stars wie Earth, Wind & Fire, Aretha Franklin, Chaka Khan, Al Jarreau oder Prince. Mit Coverversionen, wie Fantasy, Boogie Down oder Respect begeistert die Band ihre Zuhörer und sorgt mit ihrem musikalischen Feuerwerk für Freudentänze!

Special Guest Andrew Robinson wurde 1962 auf Jamaica geboren. Seine musikalische Karriere begann er 1983 als Gospelsänger und Gitarrist. 1988 veröffentlichte er seine erste Single und 1999 ging er mit den Chartstürmern Kotch auf Tournee auf Hawaii und kehrte von dort nicht nach Jamaica zurück, sondern zog in die Schweiz. Seither ist er in der Schweiz und Deutschland als Musiker und Sänger in einer ganzen Menge Projekten dabei, auf Tournee und bei Produktionen. 

TORONZO CANNON
Busfahrer aus Chicago

Freitag, 30. Juni 2017, Bühne Curtiplatz, 22.00 h – 23.15 h

Toronzo Cannon zählt diese Tage zu den Shooting Stars der Bluesszene. Weshalb? Weil Authentizität zäht. Und keiner ist diese Tage echter als Toronzo. Als wir ihn fragten, ob er statt am Freitag auch am Samstag auftreten könnte, sagte er: Leider, nein. Ich muss am Montag arbeiten. Toronzo Cannon war und ist weiterhin Busfahrer in seiner Heimatstadt Chicago. Die Chicago Tribune schrieb jüngst: “Seine Songs handeln vom Leben auf den Strassen Chicagos. Unterwegs als Busfahrer in den armen Quartieren der Stadt, sieht Toronzo täglich, wies den Leuten so geht.” Und selber sagt Toronzo Cannon: “In meinen Songs geht’s um wahre Geschichten. Ich möchte, dass sich mein Publikum damit zu identifizieren versteht.” Cannons Alben wurden allesamt mit tollen Kritiken überhäuft. Sein Gitarrenspiel erinnert an dasjenige seiner Idole: Buddy Guy, Freddie und Albert King, Muddy Waters… Seine ersten Schritte als Musiker machte er in den Bands von Wayne Baker Brooks, LV Banks und Joanna Connor. Sein aktuelles Album „The Chicago Way“ erschien 2016 bei Alligator Records. Ein Meisterstück, und die Frage stellt sich dabei, weshalb der Mann weiterhin Bus zu fahren braucht… Doch vielleicht will er das so.  

ZÜRI WEST
Schweizer Musikgeschichte

Samstag, 1. Juli 2017, Bühne Fischmarktplatz, 22.15 h bis 23.30 h

Es gibt wohl mehr Leute, die sich eine Schweiz ohne Zürich vorstellen können, als eine Schweiz ohne Züri West. Die Berner Band, mehr als 30-jährig, gehört zur Schweizer Musikgeschichte wie die Butter aufs Brot. Ihre Platten wurden mit Dreifach-Platin ausgezeichnet, ihr Album „Göteborg“ belegte drei Wochen lang Platz 1 der Schweizer Album-Charts und mit Songs wie „I Schänke Dir Mis Härz“ hat sie eine ganze Nation infiziert. An den Swiss Music Awards 2014 wurden Züri West mit einem Outstanding Achievement Award ausgezeichnet. Seit der Gründung 1984 haben Züri West so viele gute Songs geschrieben, dass die Band nicht nur zur nationalen Rock-Grösse aufgestiegen, sondern geradezu zum Monument geworden ist. Frontmann und Sänger Kuno Lauener erweist sich in den zahlreichen Interviews als sympathischer und charmanter Gesprächspartner. Er gibt eloquent Auskunft darüber, wovon sich die Band leiten lässt, wie ein Album entsteht und wie das so ist als Popstar in der Schweiz.

v. l. Wolfgang Zwiauer (bass) / Gert Stäuble (drums) / Kuno Lauener (vocals, guitars) / Manuel Häfliger (guitars) / Markus Fehlmann (guitars). Foto: Caspar Martig