blues’n’jazz 2016:

Die Musikerinnen und Musiker und das Publikum sind sich einig: Es war einfach nur schön. Niemand, aber auch gar niemand, liess sich trotz Regen die Festlaune nehmen. 25 Konzerte wurden beim blues’n’jazz 2016 am Rapperswiler Hafen auf drei Bühnen gespielt.
17 600 Besucherinnen und Besucher waren’s am Donnerstag, Freitag und Samstag zusammengezählt.
       

LEIF DE LEEUW BAND
Toller Nachwuchs aus Holland

Freitag, 24. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 18.45 h bis 19.45 h

Leif de Leeuw Band (v. l.):
Britt Jansen (vocals, guitars), Leif de Leeuw (guitars), Eibe Gerhartl (bass), Tim Koning (drums)

Zweimal gewann Leif de Leeuw gewann den prestigeträchtigen „Sena Young Talent Guitar Award“, das erste Mal bereits im Alter von 14 Jahren. 2014 gewann der 20-Jährige mit seiner Band die niederländischen Blues Challenge. Damit qualifizierten sich die jungen Musiker für die International Blues Challenge 2015 in Memphis und die European Blues Challenge 2015 in Brüssel. Dort gewannen Leif und seine Kumpel den European Blues Award in der Kategorie "best band".
Obwohl das Spiel von Leif und der Sound seiner Band tief im Mississippi-Delta verwurzelt ist, lässt sich das Quartett aus Holland nicht einschränken. „Das macht diese Band so besonders“, sagt Leif. „Wir wollen nicht in einem Genre arbeiten, es kann bei uns in alle Richtungen gehen.“
Im Januar 2016 erscheint/erschien das Album “Leelah”. Viele Ideen dazu stammen von Songschreiberin Britt Jensen. Sie versucht mit dem Album auch an den Suizid 17-jährigen US-amerikanischen, transsexuellen Mädchens Leelah Alcorn im Dezember 2014 zu erinnern – gegen die die Sittenstrenge zu protestieren. 

 

http://leifdeleeuw.com/

LIL‘ ED & THE BLUES IMPERIALS
Ein kleiner Mann ganz gross

Freitag, 24. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 22.00 h bis 23.15 h

Lil’ Ed Williams lacht gern. Selbst auf der Bühne lacht er. Der Mann hat Spass. Lil‘ Ed spielt den Blues nicht nur. Er lebt ihn – mit einem riesigen Feeling für die Musik und einer grandiosen Band, den Blues Imperials mit Gitarrist Mike Garret, Bassist James „Pooky“ Young und Schlagzeuger Kelly Littleton.
Ed Williams,1955 in Chicago geboren, musste auf dem Weg zum vielgebuchten Bluesmusiker einst nebenher als Wagenreiniger arbeiten.
Heute gelten Lil’ Ed und die Blues Imperials als Könige des Slide-Blues‘n’Boogie. Und zudem gilt Lil' Ed als der legitime Erbe eines Elmore James, eines Hound Dog Taylor oder eines J.B. Hutto, dessen Neffe er ist. Lil‘ Ed zieht das Publikum in seinen Bann und lässt den rauen, schnörkellosen Chicago-Blues der Siebziger aufleben. 2009 erhielten Lil‘ Ed und seine Kumpel den „Blues Music Award“ als Band des Jahres – die höchste Auszeichnung der Blues Foundation. 

 

www.facebook.com/LilEdandBluesImperials

NICOLE BERNEGGER
Die helvetische Antwort auf Adele

Donnerstag, 26. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 19.30 h bis 20.30 h

Nicole Bernegger begeisterte bei „The Voice of Switzerland“, gewann die Staffel im März 2013 und legte nur paar Monate später ihr erstes Album („The Voice“) vor, für welches sie Gold erntete, einen Swiss Music Award und dann auch noch den Prix Walo gewann. „Die helvetische Antwort auf Adele“ startete fulminant in eine beeindruckende Karriere. Bereits im April 2015 erschien „Small Town“, das zweite Album der 38-jährigen Baselbieterin. Die Tournee mit dem neuen Material wurde zum Triumphzug und im Herbst 2015 war Nicole mit ihrer famosen Band dann auch noch Supporting Act von Simply Red. Da muss man erst mal für nominiert werden… Nicole: „Wir haben ein Live-Konzept, das bis ins kleinste Detail durchdacht ist. Unser Ziel ist es, das Publikum vom ersten bis zum letzten Ton mit Songs zu packen. Songs, welche die Leute zum Shaken bringen. Oder bei denen ich mein ganzes Herz auf die Bühne lege.“ 

 

www.nicolebernegger.ch

PATENT OCHSNER
Ein Galopp durch die Weltmusik

Samstag, 25. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 22.15 h bis 23.30 h

Daniela Bertschinger (Violine, Viola, Posaune) 
Monic Mathys (Bass) 
Büne Huber (Gesang) 
Andi Hug (Drums)
Daniel Woodtli (Horns)
Disu Gmünder (Gitarren) 
Christian Brantschen (Keys)
Menk Grossniklaus (Sax)

Es ist hier nicht ausreichend Platz um Patent Ochsner gebührend zu porträtieren. Die Berner Band mit ihrem Leader Büne Huber hat seit ihrer Gründung 1990 dafür zu gut „chrampfet“. Und dann ist es ja auch so, dass eigentlich alle, die gern Musik erleben Patent Ochsner kennen, ihre Lieder „W. Nuss vo Bümpliz“, „Bälpmoos“, „Scharlachrot“ oder „Guet Nacht, Elisabeth“.
Das aktuelle Album der Band heisst „Finitolavoro“ und erschien im Juni 2015.
Es ist der dritte Teil der Rimini Flashdown-Trilogie. Es ist ein Schlusspunkt und ein Neubeginn in einem. Büne Huber verbindet Tiefgang mit Überschwang und Lebensfreude, kommt so frisch und verspielt, wie einst die Alben „Schlachtplatte“ oder „Fischer“, die Patent Ochsner zur beliebtesten Band der Schweiz gemacht haben. Die 16 Lieder verschmelzen alle Stile der Volks- und Popmusik, vom Blues über den Tango zu Rap und Balkonpop, ohne dass auch nur ein Song bemüht wirkt. Ein Galopp durch die Weltmusik, aber nichts ist gesucht, alles fliesst im typischen Ochsner-Sound zusammen. Mitreissend und quirlig, mal berührend, mal aufwühlend, raffiniert und elegant arrangiert.


Und Patent Ochsner 2016?
Das blues’n’jazz freut sich einfach, dass sie endlich nach „Rappi“ kommen. 

Es gibt ein Fest. Ganz sicher!

 

www.patentochsner.ch/

PHILIPP FANKHAUSER
Blues mit einem Schuss Emmental

Freitag, 24. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 20.30 h bis 21.45 h

„Grossartig als Sänger, überdurchschnittlich als Gitarrist und exzellent als Songschreiber“, urteilt die Fachpresse. Fankhauser selbst beschreibt sich als "traditionellen Bluesmusiker mit einem Schuss Emmental". Sein Blues ist gefühlt und authentisch.
Philipp Fankhauser wurde 1964 in Thun geboren. Elfjährig bekam er von seiner Mutter eine Gitarre geschenkt. 1994 zog er in die USA. Er tourte mit seinem Förderer und Freund Johnny Copeland durch die Clubs und erhielt eine Menge Lob. Seit 15 Jahren lebt Philipp Fankhauser wieder in der Schweiz. Ende 2010 erschien sein Album „Try My Love“. Nach „Try My Love“ folgten „Philipp Fankhauser Plays Montreux Jazz Festival“ und 2014 das Album „Home“. 2015 gewann Fankhauser als „Best Male Act“ den Swiss ;Music Award und im Februar 2016 erscheint oder erschien Fankhausers neustes Werk: „Philipp Fankhauser & Margie Evans Unplugged – Live at Mühle Hunziken“. 

www.philippfankhauser.com/

ROBERT RANDOLPH & THE FAMILY BAND
Viel Adrenalin und Spass

Freitag, 24. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 22.15 h bis 23.30 

web.de schrieb: „Woher kommt die Kraft dieser Musik? Vielleicht davon, dass Bandchef Robert Randolph einst in der Kirche spielte?“ Egal. Robert Randolph & The Family Band setzen auf die Energie von Funk und Soul, Jazz und Rock.
Das aktuelle Album der Band aus New Jersey, produziert von
Eddie Kramer (Jimi Hendrix, Led Zeppelin) und mit Gastmusikern wie Trombone Shorty und Carlos Santana, heisst "Lickety Split" (2013) – und Meister Randolph bedient seine Pedal-Steel-Gitarre, es ist zum Niederknien.
Der „Rolling Stone“ schrieb, da würden so viel Können, so viel Adrenalin und so viel Spass vereint, dass das ein Album sein müsse, dass mehr als nur eine Musikgeneration begeistert.
Robert Randolph dürfte das schmeicheln, denn das Album rauszukriegen, sei nicht einfach gewesen. „Wenn du fast nonstop on the road bist, dann hast du zuweilen die Lust und Kreativität nicht mehr neue Songs zu schreiben.“
Na ja, sie habens letztlich doch geschafft – und ein Riesending abgeliefert. Und live sind Robert und seine Familienband, mit Marcus Randolph (drums), Danyel Morgan (bass, vocals), Lenesha Randolph (vocals) und Brett Haas (guitars), eh eine Wucht. Wer das Ensemble 2011 beim Openair in St. Gallen oder auf dem Gurten erlebte, kann das bezeugen.

 

www.robertrandolph.net/

SETH WALKER
Total entspannt

Freitag, 24. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 21.00 h bis 22.h

 

René Mäder, good-music.ch, schreibt: „Schade, kennt Seth Walker bei uns praktisch niemand. Ich habe ihn auf den Cruises von Delbert McClinton kennengelernt und er ist unterdessen einer meiner absoluten Lieblingsinterpreten. Ich kenne keinen anderen Musiker, der so absolut entspannt spielt wie Seth Walker. Er ist ein grossartiger Gitarrist, der aber seine Virtuosität nicht in jedem Song beweisen muss. Und, er hat eine Stimme, die mich sehr an Sam Cooke und den frühen Ray Charles erinnert. Und seine eigenen Songs tönen natürlich auch in diese Richtung.“
Mal reinhören: Walkers aktuelles Album „Sky Still Blue“ (2014) ist ein Genuss.
Geboren wurde Seth Walker 1974 in North Carolina in ein musikalisches Elternhaus. Im Alter von fünf Jahren lernte er Cello spielen. Als Teenager wechselte er dann aber von der Klassik zum Blues und zig erst nach Austin, Texas, und dann nach Nashville, Tennessee.
Unterdessen lebt er im musikalischen Schmelztiegel New Orleans. Das kommt seiner Musik zusätzlich zugut. Auf der Basis des Blues versteht es Walker meisterhaft, Gospel-, Jazz-, Soul- und Americana-Elemente in seine Musik einzuflechten.

 

sethwalker.com/3.0/

SHAYNA STEELE
Die Frau, die alles kann

Freitag, 24. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 19.00 h bis 20.00 h

Shayna Steele kann alles: Die US-Amerikanerin war die vergangenen Jahre bei unzähligen Konzerten eine der Backing Vocals von Rihanna, sie hat bei grossen Broadway-Shows mitgewirkt oder war auch Gastsängerin auf den Hitsingles von Moby. Um auf so vielen musikalischen Hochzeiten tanzen zu können, ist eine wandlungsfähige Stimme unabdingbar. Und die hat Shayna Steele. Vom beschwingten Akustik-Samba bis zum krachenden Gitarren-Funk passt alles wie an- und eingegossen. Shayna Stelle, die Gattin von David Cook, dem Musical Director von Taylor Swift, ist ab er nicht nur für andere da, hat zu ihren Engagements bei den Weltstars auch eigene Projekte – mit Musik voller Soul und Funk. Mal ruhig und besinnlich, mal als „Einheizerin“ erster Güte.


www.shaynasteele.com/

 

 

THE GOSPEL TIMES feat. JOYCE YUILLE
Wundervolle Stimmen

Sonntag, 26. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 10.30 h bis 12.00 h

Die Gospelmusik hat ihre Wurzeln in einer Zeit der unmenschlichen Leiden, aber auch der unglaublich reichen spirituellen Werte. Sie hat seither nicht nur alle Generationen der afroamerikanischen Bevölkerung der USA begleitet, sondern sich auch entwickelt. Im Gospel kommen heute längst nicht mehr nur die Gefühle einer Minderheit zum Ausdruck. Emotionen die heute auf der ganzen Welt verstanden werden und vor allem die Elemente des einfachen Alltags haben aus der Gospelmusik eine eigentliche World Music entstehen lassen. Das Gospellied ist zu einem Synonym für Lebensfreude und fröhliche Religiosität geworden.
The Gospel Times besteht aus Sängerinnen und Musikern von ausserordentlichem Niveau. Das Ensemble bringt alle Formen des traditionellen und modernen Gospels in ihre Konzerte ein. Die Leaderin von The Gospel Times ist Joyce Yuille mit ihrer wundervollen Stimme und einnehmenden Persönlichkeit.
Die Wahl-Italienerin ist Absolventin der weltbekannten „Fiorello La Guardia High School of Music and Performing Arts“ in New York.

 

http://www.gospeltimesgroup.com/

THE MANNISH BOYS
It’s showtime!

Samstag, 25. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 20.30 h bis 21.45 h

Fabulous Thunderbirds bekannt wurde. Ehemalige Thunderbirds sind auch Bassist Willie J. Campbell und Schlagzeuger Jimi Bott. Der in der Schweiz auch schon als Solist und mit anderen Stars aufgetretene Holländer Pieter “Big Pete” van der Pluijm spielt Harp und Sänger und Frontmann der Truppe ist der mächtige Zwei-Meter-Hüne Sugaray Rayford.

Der Name der Band sagts, The Mannish Boys sind von Muddy Waters und dessen famosem Song „Mannish Boy“ inspiriert –aber haben nach all den Jahren selbstverständlich ihren eigenen grandiosen Sound entwickelt. Keine Frage: Die reich mit Awards dekorierten The Mannish Boys, liebe Fans, werden auf dem Fischmarktplatz eine unvergessliche Show abziehen.

 

THORBJØRN RISAGER & THE BLACK TORNADO
Schwarze Stimme aus Dänemark

Sonntag, 25. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 22.00 h bis 23.15 h


Thorbjørn Risager, 1971 geboren, Däne, Sänger, Gitarrist und Songschreiber verspricht mit seinen sieben Black Tornados frischen, modernen Rhythm’n’Blues – rockig und funky nach vorn gespielt. Die rauhe, dreckige und schwarze Stimme Throrbjørns und die Instrumentensoli sind top, die Bläser grandios.
Der vielfach ausgezeichnete Skandinavier und seine Mannen sind entsprechend hoch im Kurs. Die Jungs sind 
eben nicht nur sehr gut, sie performen auch noch mit einer unbändigen Spielfreude. „Songs Of The Road“ heisst das aktuelle Album der Band. Die Produktion ist ein Kracher. Let’s party! 

 

http://risager.info

BASKERY
Frische Brise aus Stockholm

Samstag, 25. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 19.00 h bis 20.00 h
Sonntag; 26. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 14.30 h bis 15.30 h, 

Das Trio Baskery wurde 2008 gegründet und besteht aus drei Schwestern aus Schweden: Greta spielt ein sechssaitiges Slide-Banjo und bedient auch noch das Kick- und Snare-Drum, Sunniva ist die Gitarristin und Stella zupft die Basssaiten. Singen tun sie alle drei, mehrstimmig, und unterhalten können sie auch. Ob in Glastonbury, gemeinsam mit Robbie Williams oder irgendwo in Texas, Baskery begeistern mit temperamentvollem, geradlinigem Alternative Country/Garage/Swamp bis zu subtil-schöner Americana Music mit ausgeprägtem Singer/Songwriter-Charakter. Wie bitte? Genau, das Trio lässt sich nicht in eine Schublade packen. Ein Interviewer fragte mal: „Euer Sound wird in Artikeln häufig mit Gwen Stefani oder den Dixie Chicks verglichen. Stören euch solche Vergleiche?“ Baskery antworteten dazu keck: „Vergleiche müssen scheinbar sein. Dann bevorzugen wir es mit Gwen Stefani verglichen zu werden. Aber wir wissen, dass wir einzigartig sind.“


www.baskery.com

https://www.facebook.com/baskery

BLUES CARAVAN 2016:BLUE SISTERS – INA FORSMAN, EMILIA SISCO, LAYLA ZOE
Heisses Trio

Freitag, 24. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 20.15 h bis 21.30 h

Es ist das bereits zwölfte Jahr, dass Ruf Records eine Blues-Karawane mit Top-Talenten auf Tournee schickt. Unter dem Namen Blue Sisters sind es 2016 Ina Forsman, Emilia Sisco und Layla Zoe. Fürwahr ein heisses Trio:

Ina Forsman (u.), knapp 20 Jahre jung, in Helsinki aufgewachsen, gewann 2013 die finnische Blues Challenge. Was auf der Bühne passiere, passiere einfach, sagt die Finnin.

Emilia Sisco (m.) ist die Frontfrau der Bluesband des Finnen Helge Tallqvist.

Layla Zoe (o.), "Canada's Darling of the Blues", ist die Leaderin der Blue Sisters. Auf ihrer Haut trägt sie Tattoos mit Porträts von Musikern wie Frank Zappa, Tom Waits, Neil Young, Muddy Waters und Janis Joplin. Noch Fragen?

 

 

 

https://www.facebook.com/bluescaravan/

 

CHARLIE CUNNINGHAM
Ein cooler Brite spielt heissen Flamenco

Freitag, 24. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 19.15 h bis 20.15 h

Cunningham, aus Bedfordshire stammend, mittlerweile aber in London lebend, ist einer der aufstrebenden britischen Singer-Songwriter. Der sympathische Brite begeistert mit einer starken Stimme und einem nach einem zweijährigen Spanienaufenthalt vom Flamenco beeinflussten Gitarrenspiel. Vergangenes Jahr spielte Cunningham unter anderem beim Reeperbahn-Festival in Hamburg, als Special Guest der Mighty Oaks und als Supporting Act auf der Europa-Tournee des legendären Rodriguez. Seine Klasse präsentiert Cunningham aber nicht nur live, sondern auch auf seinen EPs „Outside Thing“ (2014) und „Breather“ (2015). Beides sind Werke gespickt mit tollen Folk-Songs, so bisschen reduziert meistens, aber immer sehr emotional. Cunningham und seine Musik passen perfekt für einen tollen Kapuzinerzipfel-Gig. Die Vorbilder des 32-Jährigen? Charlie: „Ich liebe die Gitarrentechnik von Paco de Lucia, mag aber auch Bon Iver oder Eric Clapton sehr.“

 

www.facebook.com/charliecunninghammusic/

DAMIAN LYNN
Talent aus der Innerschweiz

Samstag, 25. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 19.15 h bis 20.15 h
Sontag, 26. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 14.00 h bis 15.00 h


Mit der Veröffentlichung seines ersten Albums „Count to Ten“ ging die Karriere von Damian Lynn, Singer-Songwriter aus Luzern, 24 Jahre jung, 2015 so richtig los.
Damians Erstlingswerk enthält packende, urbane Rhythmen, welche abwechselnd mit Folk-, Soul- und Rock-Elementen angereichert sind. Damian Lynn trägt die Songs mit seiner prägnanten Stimme, welche einmal ganz zart und verletzlich daherkommt, dann den Zuhörer mit einem bestechenden und unwiderstehlichen Flow mitreisst. Es sind alltägliche Geschichten, Gedanken zum Leben, welche uns Damian Lynn auf seine ganz eigene, oftmals ironische, teils melancholische, erfrischend direkte Art und Weise erzählt.
Trotz ausgeklügelter Produktion auf dem Album gelingt es Damian Lynn seinen Songs Live-Energie zu verleihen. Wer ihn auf dem Gurten sah, beim Blue Balls Festival in Luzern oder bei der Seat Music Session, kennt den einnehmenden Groove, wenn Damian mit der Gitarre und der Loop-Station Gas gibt.

 

http://www.damianlynn.com/

FROG & HENRY feat. PATRICK TEVLIN
Spassvögel aus New Orleans

Samstag, 25. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 18.45 h bis 19.45 h
Sonntag, 26.
Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 13.00 h bis 14.00 h

Das Quartett Frog & Henry wurde 2013 in New Orleans gegründet. Leader der Band ist ein guter Bekannter: Patrick Tevlin. Der Kanadier, der die Trompete auf dem Curtiplatz auch mal auf dem Festtisch spielt, brillierte bereits verschiedene Male beim blues’n’jazz, letztmals 2012 mit den Happy Pals.
Frog & Henry zelebrieren guten, alten New Orleans Jazz ganz fröhlich. Inspiriert sind sie von den Harlem Hamfats, der Memphis Jug Band, Tampa Red oder auch Georgia Tom.
Zur Band gehören, neben Patrick Tevlin, Ryan Baer (Tuba Skinny, Loose Marbles), Aaron Gunn Loose Marbles, Mr. Gunn and the Pistol-Packin Mamas, Drunken Catfish Ramblers) und Dave Neigh (The Haret, Everlovin' Jug Band, Love Banshee).

 

http://www.tevlin.ca/

GUY DAVIS & FABRIZIO POGGI
Zwei, die sich grandios ergänzen

Samstag, 25. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 21.00 h bis 22.00 h
Sonntag, 26. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 12.30 h bis 13.30 h


Der Bluesman, Sänger, Gitarrist und Schauspieler Guy Davis, 64, ist ein waschechter New Yorker, der Sohn der Schauspieler und Bürgerrechtler Ossie Davis und Ruby Dee.
Seinen grössten Erfolg als Schauspieler feierte Guy Davis 1993. Seine Verkörperung des legendären Bluesmusikers Robert Johnson in der Off-Broadway-Produktion „Robert Johnson: Trick the Devil“ wurde von den Kritikern begeistert aufgenommen. Den Award „Keeping the Blues Alive“ der Blues Foundation in der Kategorie „Theater“ überreichte ihm Robert Cray. 1995 spielte Guy zusammen mit seinen Eltern in „Two Hah Hahs and a Homeboy“, einem Theaterstück über die afro-amerikanische Kultur und Musik, das Guy Davis zusammen mit ihnen geschrieben hatte.
Seit 1995 konzentriert sich Guy Davis mehrheitlich auf seine Musik. 2013 erschien das gemeinsame Album von Guy Davis und Fabrizio Poggi: „Juba Dance“. Ein Werk, kraftvoll, aber auch ruhig und zuweilen fast sentimental. Der New Yorker und Poggi aus Bergamo, einer der besten Harpspieler der Welt, der notabene 2012 mit den Chicken Mambo schon mal in Rapperswil-Jona war, ergänzen ich grandios.
Ein Leckerbissen ist auch „Kokomo Kidd“, das aktuelle Album Davis‘, auf dem Poggi auch zu hören ist.
Tief bewegend ist der Song “Wish I Hadn’t Stayed Away So Long”. Das Lied wurde 2014 geschrieben, ein Jahr, in dem Davis sehr viel leiden musste, sein Mentor Pete Seeger und seine Mutter Ruby Dee starben.

 

http://guydavis.com/wp/

 

http://www.chickenmambo.com/

JANET ROBIN
Rockerin aus Hollywood

Freitag, 24. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 22.30 h bis 23.30 h

Bekannt wurde Janet Robin dank ihrer Zusammenarbeit mit Lindsey Buckingham (Fleetwood Mac) und 2008/2009 als Tourmitglied der Band Air Supply. Janet gilt als grandiose Gitarristin. Das „Guitar World Magazine“ führt die US-Amerikanerin aus Hollywood als eine der Top 10 Gitarristinnen der Welt. Janet Robin lernte fünf Jahre lang als jüngste und einzige weibliche Studentin bei Randy Rhoads, einem der einflussreichsten Heavy-Metal-Gitarristen aller Zeiten. Janet hatte Auftritte bei Jay Leno und auch in europäischen TV-Shows. Während der Dreharbeiten zu Quentin Tarantinos „The Hateful Eight“ arbeitete Janet Robin als Gitarrencoach für Jennifer Jason Leigh.
Janet Robin veröffentlichte bisher fünf Alben. 2010 schaffte sie es mit Hilfe ihrer Fans 20 000 Dollars zu beschaffen, um „Everything Has Changed“ mit John Carter Cash, dem Sohn von Johnny Cash, zu produzieren. „Everything Has Changed“ spiegelt eindrucksvoll die musikalische Bandbreite dieser begnadeten Songwriterin, Sängerin und Gitarristin wider. Ihre Songs sind mal richtig hart, mal bluesig, mal balladesk, immer spannend.


www.janetrobin.com

 

www.facebook.com/janet.robin

JOANNE SHAW TAYLOR
Die First Lady des Blues-Rock

Samstag, 25. Juni 2016, Vaudoise-Bühne Curtiplatz, 20.15 h bis 21.30 h

Männer, diese Frau lässt es krachen. Garantiert. Joanne Shaw Taylor, 29, wurde mit 16 von Dave Stewart (Eurythmics) entdeckt und in sein damaliges Projekt D.U.P. integriert. Die junge Gitarristin ging mit Grössen wie Jimmy Cliff, Candy Dulfer und Mudbone Cooper auf Tournee, spielte dabei 2002 auch bei der Baloise Session. Danach nahm die Britin aus Birmingham ihre eigene Karriere in die Hand. 2008 erschien „White Sugar“. Das Debütalbum Taylors ging als meistverkauftes Erstlingswerk in der Geschichte von Ruf Records ein und wurde 2010 in der Kategorie „Best New Artist Debut“ bei den Blues Music Awards der Blues Foundation nominiert. 2010 folgte „Diamonds in the Dirt“. Es rockt – und das Album hat US-amerikanische Züge. Taylor, die zwischen England und den USA pendelt: „Es gibt in Detroit jede Menge tolle Bands und Musiker, die meine Horizonte erweitert haben." Taylor erntet für ihr Schaffen denn auch viel Lob. Einer ihrer Fans heisst Joe Bonamassa. Nach „Almost Always“ Never“ und „Songs From The Road“ präsentierte Joanne Shaw Taylor 2014 ihre aktuelles Album “The Dirty Truth”. Ein ganz grosser Wurf - der Joanne Shaw Taylor zur Top-Gitarristin der Bluesrock-Sparte avancieren lässt. „Sie spielt mit absolutem Einsatz, schafft ihre eigenen Regeln und verstösst wiederum selbst dagegen.“

 

www.joanneshawtaylor.com/

JOSS STONE
Balsam für die Seele

Donnerstag, 23. Juni 2016, Bühne Fischmarktplatz, 21.00 h bis 22.30 h

Joss Stone wurde 1987 in Dover, England, geboren. Als ihr Debüt-Album „The Soul Sessions“ in vielen Ländern die Hitparaden stürmte, war sie gerade mal 16-jährig. 2005 gewann sie zwei BRIT Awards.
Ein Star war geboren – aber einer, der nur bedingt einer sein wollte. Obgleich sie bisher rund 13 Millionen Platten verkauft hat, lebt die Vegetarierin und Unterstützerin von Tierschutzorganisationen so normal wie möglich.
Joss Stones aktuelles Album, ihr siebtes bereits, heisst „Water For Your Soul“. Es steht für sie dafür, die eigene Erfüllung zu finden und nur das zu tun, was man wirklich möchte. „Für mich ist es die Musik. Sie ist für mich essentiell sie nährt meine Seele, in derselben Art und Weise, wie Blumen von Wasser und Licht leben.“ Und das zu tun, was man wirklich will, das hört man den Songs auch an. Sie charakterisieren Joss Stone und sind auch das Ergebnis ihrer viele Reisen. Joss Stone hat ja den Plan in jedem Land der Welt mindestens einmal aufzutreten. 
„Water For Your Soul“ ist aber auch der endgültige Beweis, dass sich aus einer Soul-Hoffnung eine ernstzunehmende Künstlerin mit Stil und Substanz entwickelt hat. Reggae-Grooves pulsieren, Hip Hop ist drin, und auch beseelter, emotionsgeladener Rhythm’n‘Blues. Und dabei bleibt Joss Stone das, was sie schon immer war, eine unglaubliche Soulsängerin mit einer Bühnenpräsenz, die ihresgleichen sucht.

 

www.jossstone.com

KIM CHRUCHILL
Surfboy mit Tiefgang

Samstag, 25. Juni 2016, Blue Front Cafe Kapuzinerzipfel, 22.30 h bis 23.30 h

Kim Churchill fing ihm heimischen Canberra, Australien, an, Musik zu machen. Er sang von seiner grossen Leidenschaft, dem Surfen. Aber bevor er zum neuen Jack Johnson wurde, zog der blonde Wuschelkopf nach Vancouver, Kanada, wo es auch mal kalt ist. Kims Musik wurde entsprechend anders - anspruchsvoller.
Der Sänger, der auch Gitarre und Mundharmonika spielt und eine Trommel per Kickpedal bedient wie das Strassenmusiker tun, ist spätestens seit dem Release seines sehr wohl auch bluesigen Albums „Silence/Win“ mit der Hit-Single „Window To The Sky“ und dem Start seiner Zusammenarbeit mit Universal auf dem Sprung.
Der heute 25-Jährige verliess mit 18 Jahren sein Elternhaus. 2009 gewann er den australischen Strassenmusiker-Wettbewerb des Byron Bay Bluesfestes. Das Publikum liebt Kim für seine dynamischen Live-Performances. Es sind Konzerte mit Tiefgang auch. Der Hesse-Liebhaber dazu: “Seine Art zu schreiben war auf einem poetischen Level äusserst schön und bewegend. Es stärkte meinen Wunsch, Songs zu schreiben, die etwas in mir auslösen und es beim Hörer auf ähnliche Weise ebenfalls tun.“

 

www.kimchurchill.com